Lange Zeit zum Zurückblicken bleibt den Violetten nicht. Am Samstagabend forderte eine junge Austria Mannschaft den SK Rapid Wien im Wörthersee Stadion, am Dienstag geht es bereits wieder um wichtige Punkte in der Regionalliga Süd. Dazwischen liegen gerade einmal drei Tage und dennoch einiges, was die Mannschaft aus dem Cupabend mitnehmen kann.
Allen voran Tristan Schoppitsch. Der 19-Jährige sorgte gegen den Bundesligisten für jene Momente, die den 3.350 Zuschauern wohl noch etwas länger in Erinnerung bleiben werden. Erst traf er aus der Distanz sehenswert zum 1:1, unmittelbar nach der Pause überhob er Rapid Torhüter Paul Gartler gefühlvoll zum 2:2.
Zwei Traumtore, die am Ende zwar nicht zum Weiterkommen reichten, aber sinnbildlich für den Auftritt einer Austria Mannschaft standen, die sich gegen den Favoriten lange nicht versteckte.
Bis zur 60. Minute hielt die Austria die Partie offen, ehe sich Rapid letztlich durchsetzen konnte. Für die Violetten endete damit zwar die Reise im UNIQA ÖFB Cup, der Auftritt lieferte aber auch einiges, auf dem sich für die kommenden Aufgaben aufbauen lässt.
Vor allem der Blick auf das Alter der Mannschaft macht die Leistung bemerkenswert. In der Schlussphase standen zahlreiche junge Spieler für die Austria auf dem Platz.
„Wir haben 60 Minuten fast auf Augenhöhe mit einer Mannschaft gespielt, die bis vor ein paar Tagen Tabellenführer der Bundesliga war. Wenn man bedenkt, dass am Ende sieben oder acht Spieler mit 18 Jahren gegen Rapid Wien auf dem Platz gestanden haben, kann und muss man zufrieden sein. Das bestätigt uns in unserem Weg und zeigt, dass die Jungs wirklich Potenzial für mehr haben“, sagt Zeljko Karajica.
Doch lange beschäftigen können sich die Violetten mit dem Cupabend nicht. Bereits am Dienstag wartet die nächste Aufgabe und damit rückt die Regionalliga wieder in den Mittelpunkt.
Der Blick geht bereits nach Velden
Um 19:00 Uhr gastiert die Austria beim ATUS Velden. Der Gegner ist den Violetten bestens bekannt: Bereits in der ersten Runde des UNIQA ÖFB Cups trafen beide Mannschaften in dieser Saison aufeinander. Damals setzte sich die Austria auswärts mit 2:1 durch.
Nach der Niederlage von Treibach bietet sich den Violetten nun die Möglichkeit, den nächsten Schritt in Richtung Tabellenspitze zu machen. Für Matthias Dollinger war deshalb schon unmittelbar nach dem Rapid Spiel klar, wohin der Blick geht.
„Jetzt geht es am Dienstag schon wieder gegen Velden. Die kennen wir aus dem Cup. Da wollen wir wieder gewinnen, die drei Punkte mitnehmen und als Spitzenreiter die Regionalliga bestreiten. Aus so einem Spiel gegen Rapid kann man viel mitnehmen“, sagt Matthias Dollinger.
Die Aufgabe am Dienstag wird allerdings eine völlig andere als noch am Samstagabend. Gegen den Bundesligisten konnte die Austria immer wieder aus einer kompakten Position heraus gefährlich werden. In Velden dürften die Rollen anders verteilt sein.
Auch darauf richtet Matthias Dollinger bereits den Fokus:
„Dienstag gegen Velden wird schwer genug. Es wird ein ganz anderes Spiel werden. Velden wird wahrscheinlich so stehen wie wir gegen Rapid und da müssen wir zeigen, dass es genauso gut geht“, sagt Matthias Dollinger.
Nach dem großen Cupabend wartet damit nur drei Tage später wieder der Ligaalltag. Und der bringt für die Violetten gleich eine reizvolle Ausgangslage mit sich: Mit einem Erfolg in Velden könnte die Austria die Tabellenführung übernehmen.



